Windkraft: Strom JA – aber bitte nicht vor Ort

geschrieben von Wilfried Gierden am 5. März 2015
Kategorie: Natur & Umwelt, Politik


Gerade steht die Windkraft wieder auf der Tagesordnung der kommunalen Gremien in Blankenheim. Dabei bilden sich in Gebieten, in denen möglicherweise ein Bau von Windrädern vorgenommen werden soll Initiativen, die sich gegen eine Nutzung der Windkraft aussprechen oder eine andere Gesetzgebung fordern.

„Tagebau Garzweiler Panorama 2005“ von © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons).

„Tagebau Garzweiler Panorama 2005“ von © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons). – Vergrößerung mit Klick auf das Foto

 

Dass Windkraftanlagen das Landschaftsbild verändern und ebenso Natur und Umwelt beeinflussen ist nicht von der Hand zu weisen. Alle mir bekannten Formen der „Energieerzeugung“ haben einen Einfluss auf Natur, Umwelt, Mensch und Tier. So verlieren immer wieder viele 1.000 Menschen für die Braunkohleverstromung ihre Heimat. Riesige Flächen werden zu Mondlandschaften, Bewohner dieser Regionen werden mit Feinstaub sowie anderen Schadstoffen belastet. Zu alle dem ist der Wirkungsgrad der Braunkohleverstromung in Deutschland bei rund 35% bis maximal 43%). Die restliche im Brennstoff Braunkohle gespeicherte Energie verpufft in die Umwelt. Eine Kraft-Wärme-Kopplung kommt oft nicht in Frage, da sich die Kraftwerke in der Nähe der Abbaustätten von Braunkohle befinden die logischerweise nicht dort sind, wo Abnehmer für die Wärme leben. Als wären das nicht bereits Nachteile genug, sind die zudem Auswirkungen auf das Klima durch den hohen CO2-Ausstoß sowie die Schadstoffbelastung durch Quecksilber erheblich.

Eine andere Form der Stromerzeugung, die Atomkraft ist in Bezug auf Ihre Auswirkungen auf Landschaft, Natur, Tier und Mensch noch kritischer zu bewerten. Die gesamte Erzeugungskette (vom Uran-Abbau bis zum Atom-Müll) steht in keinem Verhältnis zum Nutzen. Zudem die erhebliche Gefahr für die Bevölkerung und das auch in Entfernungen von mehr als 100 km um ein Atomkraftwerk. Dazu das Atommüll-Problem – bisher ohne Lösung – mit nicht bezifferbaren Kosten, welches noch zig Generationen nach uns beschäftigen wird.

Bei Betrachtung der Auswirkungen von Atom- und Braunkohlekraftwerken auf Natur, Umwelt, Mensch und Tier sehe ich die Windkraft deutlich im Vorteil – auch wenn Windräder optisch an Spargel erinnern mögen. Zudem bietet sie die Chance, dass auch die Menschen in ländlichen Räumen vom unersättlichen Energiehunger unserer Gesellschaft profitieren können – und das hat nichts mit Gier zu tun sondern mit einer gerechten Verteilung. Wir haben es in der Hand, die Energiewende voranzutreiben!

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Ein Kommentar zu “ Windkraft: Strom JA – aber bitte nicht vor Ort ”

  1. Franz Sturm sagt:

    Wenn von Windkraft geredet wird dann immer nur von den Großanlagen und selten bis nie wird über kleinwindkraftanlgen im vertikal Prinzip berichtet weil a kaum welche zu Einen vernünftigen Preis für Endverbraucher gibt und es gäbe noch erhebliches ptozial für strömungsanlagen an unzähligen füssen und Mühlbächen bevorzugt über Bürgewerke zu betreiben

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