CURTIUS SCHULTEN (1893-1967) – Bürgerstiftung Düren stellt künstlerisches Gesamtwerk des Malers auf Schloss Burgau vor

geschrieben von Ulrike Luecke-Bongartz am 21. Oktober 2014
Kategorie: Kunst & Kultur


Die Kunst beschäftigt sich mit allem Schweren und Guten.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)

Marius Schulten, dem Sohn des Malers und seiner Frau Erika Busch-Schulten ist – mit großer Unterstützung der Bürgerstiftung Düren – diese wunderbare Ausstellung zu verdanken! – Foto Luecke-Bongartz

Als Marius Schulten 2009 die Fritz von Wille-Ausstellung im Schloss Burgau bei Düren sah, die von der Bürgerstiftung Düren veranstaltet worden war, wollte er auch die Werke seines Vaters  Curtius Schulten (1893-1967) dort ausstellen. Es dauerte noch 5 Jahre, bis sich dieser Traum verwirklichen ließ. Die Vernissage am 5. Oktober auf Schloss Burgau in Düren zeigte einer interessierten Besucherschar das großartige Werk in all seinen Facetten.

 

Marius Schulten im Interview mit Karl Hackstein während der Vernissage zum Thema “Ein Künstlerleben mit Curtius Schulten” – Foto Schulten

Die Bürgerstiftung Düren bat den Kunstmaler Karl Hackstein, dem Sohn des Künstlers Marius Schulten und seiner Ehefrau bei der Konzeption der Ausstellung mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Ihnen gelang es mit viel Feingefühl und mit gutem Auge, die ganze Breite seines Schaffens mit ungefähr 100 Bildern in einer Gesamtausstellung darzustellen. Für die Besucher entfaltet sich so die ganze Palette seines Könnens und seines großartigen Schaffens, sodass für Sie ein Besuch hoher Genuss werden kann.

Über 3 Etagen unterstreicht gelungenes Ambiente von Schloss Burgau die Werke des Künstlers – Foto Luecke-Bongartz

Die einmalige Ausstellung zog in diesem wunderschönen Ambiente des Schlosses bereits eine große Schar von Besuchern an, zumal der private und künstlerische Lebensweg des Künstlers jeweils sonntags um 15 Uhr in einem Vortrag nachgezeichnet wird (bis zum 26. Okt). Viele Bilder, die sich in privater Hand befanden, wurden nun für diese Ausstellung zusammen getragen.

Anläßlich der Vernissage interviewte Karl Hackstein Marius Schulten über Erinnerungen aus dem Leben seines Vaters – Foto Schulten

Der Sohn des Künstlers wurde während der Vernissage von Herrn Hackstein befragt. Er erzählte wie turbulent es in einem solchen Künstlerhaushalt zuging und wie die unermüdlichen Aktivitäten seines Vaters auf ihn gewirkt haben. Er schilderte die Art und Weise, wie sich sein Vater als Künstler behaupten und sich gerade auch nach dem zweiten Weltkrieg durchschlagen musste.

Curtius Schulten – 1927 Eifelherbst Öl – Foto Schulten

Glücklicherweise hatte die aus Elberfeld stammende Familie Schulten schon 1911 in Blankenheim einen Sommerwohnsitz. Der Vater hat dem Sohn Curtius, der ja unbedingt Maler werden wollte, dort auch ein Atelier mit Druckerwerkstatt eingerichtet. Bald wurde ihm die Eifel mit ihren weiten Ausblicken und tief eingeschnittenen Tälern zur zweiten Heimat.

Curtius Schulten – Portrait der Ibizenkerin “DONA MARIA” in ihrer Tracht (“Mantilla”). – Foto Schulten

Schon in den 20iger Jahren fuhr er nach Italien und Spanien, wo er vor allen Dingen das Licht und die Farben liebte. 1938 bezog die Familie in der Kölner Altstadt eine Stadtwohnung, die aber 1943 ausgebombt wurde. Der Brand des Kölner Ateliers im 2. Weltkrieg hatte viele Notizen und Archivhinweise vernichtet. 1945 wurde seine Frau Hilde Opfer eines Bombenangriffs auf der Blankenheimer Burg.

Nach dem Zweiten Weltkrieg heiratete Curtius Schulten Hedwig Morsbach; ihr Sohn Marius kam 1949 auf die Welt. Schulten liebte die Eifel und blieb ihr bis zu seinem Tod 1967 treu.

Danzig – …im Spätwerk dominieren Aquarelle, in denen der Künstler zunehmend Wert darauf legte, Stimmungen einzufangen und diese in frischen Farben und wenigen Strichen festzuhalten – Foto Schulten

Es ist schwierig, die vielen verschiedenartigen Bilder zu beschreiben, die wunderschönen Farben und Motive. Aus seiner frühen Schaffensphase sind vornehmlich Zeichnungen und Graphiken ausgestellt, ferner Ölbilder und Pastelle aus seinem Hauptwerk. Im Spätwerk dominieren Aquarelle, in denen der Künstler zunehmend Wert darauf legte, Stimmungen einzufangen und diese in frischen Farben und wenigen Strichen festzuhalten.


Doch sehen Sie selbst, noch bis zum 2. November ist die Ausstellung geöffnet. Im wunderbaren Ambiente von Schloss Burgau erhalten Sie einen einmaligen Überblick über das Gesamtwerk von Curtius Schulten, der den meisten Besuchern in erster Linie immer noch als Eifelmaler bekannt ist und von dem sich nun vor uns ein Werk auftut, dass seines Gleichen sucht:

Mit unbestechlichem Blick – Curtius Schulten bei der Arbeit – Foto Schulten

Vom 8. Oktober bis zum 2. November 2014 ist die Ausstellung für die Öffentlichkeit zugänglich:
Schloss Burgau, 52355 Düren-Niederau, Von Aue Straße 1 –

Öffnungszeiten
mittwochs und samstags von 14-18 Uhr – sonntags von 11-18 Uhr.

Marius Schulten, Sohn des Künstlers, hält am 12., 19. und 26. Oktober jeweils um 15 Uhr einen Vortag über seinen Vater.

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